Beste Aussichten

18.01.2020

Wieder einmal lud die PHSH zur Jobmesse. Und sie kamen in Scharen: die Schulbehörden und die Studierenden. Der unter dem Namen «Kontaktveranstaltung» bekannt gewordene Anlass hat sich in der Szene etabliert. Er fand heuer zum zehnten Mal statt.

An die erste Stelle bzw. die erste Bewerbung erinnert man sich. Diejenigen, die das schon lang hinter sich haben, schmunzeln darüber. Die andern, die Jungen, für die dieser Prozess erst gerade angelaufen ist, sind gespannt, evtl. auch angespannt. Erziehungsdirektor Christian Amsler etwa musste sich den Auftrag für die Probelektion noch persönlich abholen. Und Peter Pfeiffer, heute Leiter der Abteilung Schulentwicklung und Aufsicht im Erziehungsdepartement, berichtete von seinen Erfahrungen als Junglehrer an zwei verschiedenen Schulorten.

«Feuertaufe»

Damit war auch der Ton gesetzt an diesem Anlass, der durchaus humorvolle Reminiszenzen beinhaltete. In der Podiumsrunde, die unter der versierten Leitung von PHSH-Dozent Jean-Pierre Zürcher darüber diskutierte, wie der Berufseinstieg am besten gelinge, gab es indes auch ernsthafte und sehr bedenkenswerte Voten. Junglehrerin Raffaela Mändli betonte, dass es wohltue, in der BEF-Praxisgruppe danach gefragt zu werden, wie es einem gehe. In Anlehnung an diese Aussage bemerkte der Neuhauser Schulpräsident Marcel Zürcher, dass er alles daran setze, um den Einstieg der «Jungen» zu erleichtern. Löhningens Schulleiterin Susanne Schnetzler fand, es sei durchaus ihre Aufgabe, darauf zu schauen, dass der Start einer jungen Lehrperson in die berufliche Laufbahn reibungsfrei über die Bühne gehe. Und Erziehungsrat Peter Wanner sagte, er habe zwar in seiner Funktion nicht viel mit dieser «Feuertaufe» zu tun, vertraue aber voll und ganz auf das Instrument der BEF - der Kürzel für die Berufseinführung.

Verschiedene Strategien

Die eigentliche Kontaktveranstaltung bindet die Schulbehördemitglieder ein. Jede Schulgemeinde hatte drei Minuten Zeit, ihre Message zu vermitteln. Das taten die einen gekonnt und zeitlich präzis. Andere mussten von PHSH-Dozent Thomas Meier per Klangsignal sanft an die Vorgabe erinnert werden. Die Reihenfolge der Kleinstreferate wurde per Los ermittelt (Löslifee: Michelle Baumer). Letztlich galt es für die Referierenden in jedem Fall, die anwesenden Studierenden davon zu überzeugen, wie Gewinn bringend der Berufseinstieg am eigenen Schulort wäre. Dabei waren verschiedene Strategien zu beobachten. Die nüchterne: Bei uns sind zahlreiche Pensen zu vergeben. Die überlegene: Wir sind die Besten. Oder die theatralische: Wir suchen den Traummann, mindestens 1,80 Meter gross.

Prozess hat gerade begonnen

Bald wird man wissen, welche Strategie erfolgreich war. Nach den Sportferien starten die umworbenen Studierenden mit dem Lernvikariat bzw. mit dem Quartalspraktikum. Dann werden neue Kontakte angebahnt. Und schnell sieht wieder alles anders aus. Das Spiel hat gerade erst begonnen.     

Fotos: Marcel Tresch.