Informatikwissen sichtbar machen in den Zyklen 1 und 2

Kinder, die mit digitalen Geräten aufwachsen (engl. digital natives), bedienen diese sehr gekonnt. Oft hinkt jedoch das konzeptionelle Verständnis hinterher. Die grosse Herausforderung besteht darin, die Präkonzepte im Bereich Informatik sichtbar zu machen.  Informatikwissen wird im Lehrplan21 erschlossen über die Kompetenzbereiche Informatiksysteme, Algorithmen und Datenstrukturen sowie die in die Fächer integrierte Anwendung (EDK Lehrplan 21, Modul Medien und Informatik, 2016). Dabei handelt es sich um drei grundsätzlich verschiedene Arten von Informatikwissen: Sachwissen («Wie funktioniert das Internet?»), Anwendungswissen («Wie bediene ich ein Textverarbeitungsprogramm?») und algorithmisches Denken (abstrakte Darstellung von Abläufen).

Schülerinnen und Schüler im Zyklus 1 und 2 haben oft Mühe ihr Wissen zu verbalisieren, insbesondere komplexe technische Zusammenhänge. Kinderzeichnungen in Kombination mit Interviews eignen sich als Erhebungsmethode in der Medienforschung besonders, wenn es um emotionale oder konflikthafte Inhalte geht (Neuss 2017, S. 381) aber auch zur Erhebung von Wissensbeständen im Sachunterricht (Kübler 2017, S. 160-168). In diesem Projekt wird untersucht, inwiefern das informatische Sach- und Anwendungswissen mit dieser kombinierten Erhebungsmethode erschlossen und sichtbar gemacht werden kann. Weiter soll eine Erhebungsmethode entwickelt werden, so dass auch algorithmisches Denken visualisiert werden kann. 

  • Leitung: Bettina Waldvogel
  • Finanzierung: Erstmittel der PHSH
  • Kooperation: noch offen
  • Mitarbeitende: Bettina Waldvogel

Kontakt: bettina.waldvogel@phsh.ch