Räume des Seins

31.08.2017

Die PHSH-Tage 2017 waren einem speziellen Thema gewidmet: Räumen des Seins. Rektor Thomas Meinen erläuterte, was es damit auf sich hatte. Was nach aussen wirksam sein soll, muss von innen genährt werden.

Das Bild der Lemniskate, der liegenden Acht, verdeutlicht das: Wer dieser entlang geht, richtet sich im einen Teil nach aussen, im andern nach innen. «Entwicklung», so Thomas Meinen, «vollzieht sich immer in einem gesellschaftlichen System.» Die Frage sei, was gefordert werde, welche Ressourcen vorhanden, welche Schritte nötig seien. Der Blick richte sich nach aussen. Der Weg auf der Lemniskate fordere aber auch den Blick nach innen: «Welches Bild bringt dein Wesen am ehesten zum Ausdruck? Welche Sehnsucht treibt dich an in deiner beruflichen Suche?» Die Quintessenz: «Es ist Teil der Professionalität, ... innen und aussen in Beziehung zu bringen.»

Neues Personalkonzept

Der Blick nach aussen war in der Folge u.a. dem neuen Personalentwicklungskonzept der PHSH gewidmet. Die Hochschule ist gehalten, die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden zu fördern. Das verlangt, dass diesen berufliche Perspektiven aufgezeigt werden. Die Mitarbeitenden sollen ihr persönliches Qualifikationsprofil erweitern.

Ein weiterer Blick nach aussen war auf die Wirksamkeit der Lehrerausbildung gerichtet. Die zentrale Frage, die dabei aufgeworfen wurde, war diejenige nach dem Transfer: «Welche Schulkultur, welchen professionellen Alltag sollen die Studierenden sehen, erleben, erfahren?» Und: «Wie kann die PHSH ein Praxisfeld aufbauen, welches die Konzepte der Ausbildung abbildet und umsetzt?»

Magischer Ort

Es gab aber auch den Blick nach innen. Etwa beim Thema, wie Dozierende mit den Evaluationsresultaten ihrer Lehrveranstaltungen umgehen. Vor allem: Wie reagieren, wenn sie schlecht ausfallen? Ablehnen, bekämpfen? Oder eher verstehen, gestalten? Dass die Antwort die zweite sein muss, scheint klar. Je nach Situation ist sie nicht einfach. Hier wurde in Arbeitsgruppen intensiv diskutiert.

Schliesslich gab es zum Abschluss der beiden reich befrachteten Tage auch noch das bewährte Kulturprogramm. Dieses startete im ... Schaffhauser Waldfriedhof. Hier war der Blick nach innen zentral. Der magische Ort wurde zuerst in kleinen Gruppen erkundet, danach unter der kundigen Führung von Markus Sieber, der viele Lebensgeschichten zu erzählen wusste. Den Abschluss der PHSH-Tage bildete ein gemeinsames Nachtessen im Hofackerzentrum, dem zahlreiche Ehrungen vorausgingen. U.a. wurde Jean-Pierre Zürcher von Thomas Meinen für den glänzenden Abschluss seiner Dissertation geeehrt.

Fotos: Gerda Ragasits.