Schulgemeinden werben um Studierende

14.01.2017

Vertreter und Vertreterinnen von zwölf Schulgemeinden haben sich am 11. Januar den PHSH-Studierenden der Jahrgänge H14 und H15 präsentiert. Sie beantworteten Fragen und stellten erste Kontakte her. Zur Veranstaltung hatte die PHSH eingeladen.

Rund 70 Studierende der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen (PHSH) haben sich im PH-Gebäude an der Amsler-Laffon-Strasse versammelt. Bereits zum siebten Mal stellten Vertreter aus zwölf Schulgemeinden des Kantons ihre Schulen vor. Mit Aussagen wie «Wir haben motivierte Kinder», «Bei uns treffen Sie auf ein hilfsbereites Arbeitsteam» oder «Unser Schulhaus liegt auf dem Land» hofften die Repräsentanten, die Studierenden aus dem zweiten und dem dritten Studienjahr von ihrer Schule zu überzeugen. Sie machten dabei auf Vorzüge, Infrastruktur, Arbeitsumfeld und die aktuell offenen Stellen aufmerksam. Danach hatten die Studierenden Gelegenheit, den Schulbehörden Fragen zu stellen und sie bei Interesse über offene Pensen anzusprechen.

Hemmschwelle senken

Thomas Meier, Dozent der PH, erläuterte die Ziele, die mit diesem Treffen angestrebt werden: «Wir wollen, dass unsere Absolventen möglichst im Kanton Schaffhausen in den Beruf einsteigen.» Weiter solle auch die Hemm- schwelle, dass Studierende und Schulbehörden miteinander in Kontakt kommen, gesenkt werden.

Unter den Studenten war Eliane Welz an diesem Nachmittag anwesend. «Wenige Schulgemeinden bieten eine Stelle als Kindergärtnerin an», stellte sie fest. Primarlehrerinnen und Primarlehrer seien eher gefragt. Im Som- mer wird die Thayngerin ihren Hochschulabschluss machen und hält nach einer geeigneten Kindergartenstelle Ausschau. «Wenn es im Raum Schaffhausen nicht klappt, sehe ich mich in Winterthur um», sagte sie.

Auch Student Pascal Preisig schliesst dieses Jahr ab. Er hoffte, bei den anwesenden Schulgemeinden eine passende Stelle zu finden. «Ideal wäre für mich eine vierte Klasse mit Kindern aus verschiedenen Ländern», sagte er. Eine Stelle als Lehrperson in der Stadt Schaffhausen zu bekommen, sei schwierig. «Wenn dort eine Stelle frei wird, hat die Lehrerschaft der städtischen Schulen zuerst Anspruch auf dieses Pensum», so Preisig.

Stelle bereits auf sicher

Linda Büchler hingegen kann sich schon etwas zurücklehnen. Die Studentin hat sich vor Weihnachten bei der Pri- marschule in Beringen für eine dritte Primarklasse beworben und bereits die Zusage erhalten. «Natürlich warten noch die Abschlussprüfungen auf mich, aber es ist erleichternd zu wissen, dass man eine fixe Stelle hat», so Büchler. Bei ihrer Bewerbung half wohl auch etwas Vitamin B mit: «Vor wenigen Jahren habe ich an dieser Schule Sport unterrichtet», sagte sie. «Darum hat mich das Team bereits gekannt, und ich wusste, dass ich mich dort wohlfühlen würde.» 

Text: Stefanie Bernath, Schaffhauser Nachrichten