Bildung und Erziehung, Beziehungsgestaltung-Führung-Kommunikation, Gesundheitsförderung, Recht

Unterrichten und Erziehen machen den Kern der beruflichen Tätigkeit von Lehrpersonen aus. Die Ausbildung in den Bildungs- und Sozialwissenschaften stellt Begriffe und Modelle zur Verfügung, die helfen, das Verhalten und Lernen von Schülerinnen und Schülern besser zu verstehen und professionelle Handlungsmöglichkeiten abzuleiten. Studierende lernen beispielsweise, wie Kinder und Jugendliche geführt werden müssen, damit sie zu einer Klassengemeinschaft zusammenfinden, in der ein gutes Arbeits- und Sozialklima herrscht, sie erarbeiten ein Verständnis dafür, welche Auswirkungen Leistungsbeurteilungen auf die Lernenden haben und wie sich das auf ihr Lernen auswirkt.

Leitung des Fachbereiches Bildung und Erziehung

Thomas Meinen

Teilbereiche

Lehren und Lernen

BFK: Beziehungsgestaltung, Führung, Kommunikation

Gesellschaft und Bildung

Gesundheitsförderung

Recht

 

Im 5. Zwischensemester findet ein Turning Point statt.

 

Im Bereich Bildung und Erziehung findet nach dem zweiten Semester eine Zwischenprüfung statt und am Ende des Studiums die Diplomprüfung.

Zwischenprüfung Bildung und Erziehung

Diplomprüfung Bildung und Erziehung

 

Lehren und Lernen

Lehrpersonen sind Fachleute für das Lehren und Lernen. Die Studierenden erwerben in ihrer Ausbildung fundierte Kenntnisse von grundlegenden entwicklungs- und lernpsychologischen Modellen und Theorien und werden befähigt, darauf aufbauend im Unterricht Lehr- und Lernprozesse in vielfältigen Kontexten zu initiieren, zu begleiten und zu analysieren. Dabei sind sie gefordert, die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lebenswelten der Kinder anzunehmen, zu verstehen und in ihre berufliche Arbeit pädagogisch und psychologisch angemessen zu integrieren. Durch die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Unterricht wird der kritische Blick der Studierenden auf das eigene Handeln geschärft.

Leitung

Lernen und Entwicklung: Stefan Weilenmann
Heterogenität: Bettina Looser
Sonderpädagogik: Anita Bisig
Migration: Bettina Looser
Unterricht wissenschaftlich betrachtet: Markus Kübler
Kooperationen im System Schule Thomas Meier

 

Dozentinnen und Dozenten

Anita Bisig

Markus Kübler

Ruth Lehner

Bettina Looser

Thomas Meier

Thomas Meinen

Irene Pappa

Stefan Weilenmann

 

Der Bereich Lehren und Lernen beinhaltet folgende Ausbildungsteile:

 

BFK: Beziehungsgestaltung, Führung, Kommunikation

BFK steht für Beziehungsgestaltung, Führen und Kommunikation. Sie bilden die Pfeiler personaler Kompetenzen von Lehrpersonen, die auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern einen nachhaltigen Einfluss haben. Die Studierenden werden in diesen Schlüsselkompetenzen kontinuierlich ausgebildet und in ihrer persönlichen Entwicklung begleitet.

Leitung

Thomas Meinen

Dozentinnen und Dozenten

Thomas Meinen

Jürg Schneckenburger

Maria Tarnutzer

Stefan Weilenmann

Jean-Pierre Zürcher

Alexander Rapp

 

Der Bereich Beziehungsgestaltung, Führung, Kommunikation beinhaltet die folgenden Ausbildungsteile:

 

Gesellschaft und Bildung

Gesellschaft und Bildung soll einen Beitrag dazu leisten, dass sich Studierende mit der gesellschaftlich-politischen Diskussion über Schule und Pädagogik auseinandersetzen können. G+E ist unterteilt in die drei Bereiche Bildungssoziologie, Werte und Normen öffentliche Erziehung sowie Gesellschaft und Bildung.

Bildungssoziologie

  • Grundbegriffe der Soziologie
  • Bildung und Schule aus soziologischer Sicht
  • Lehrerinnen/Lehrerberuf in unserer Gesellschaft
  • Bildungslaufbahn als Kreuzpunkt von Individuum und Gesellschaft
  • Familiensoziologie (Familie und Schule)
  • Soziologie des professionellen Handelns in der Schule
  • Bildung und soziale Ungerechtigkeit

Werte und Normen öffentliche Erziehung

  • Grundbegriffe der Ethik (Normen, Moral, Werte) in Bezug auf die Rolle der Lehrperson und Schule
  • Grundvorstellungen über den «guten» Menschen und deren Veränderungen im Laufe der Geschichte von der Antike bis heute
  • Verschiedene Auffassungen des Bildungsbegriffes
  • Funktionen der Schule in einer Gesellschaft im historischen Rückblick bis heute
  • Stellenwert der öffentlichen Bildung in Demokratien
  • politische Bildung in der Schule
  • Schule und Markt

Gesellschaft und Bildung

  • Historisch-pädagogische Perspektive
  • Philosophisch-ethische Perspektive
  • Soziologische Perspektive
  • Kulturelle Perspektive (Kunst – Schule – Gesellschaft)

Leitung und Dozentin

Bettina Looser

Der Bereich Gesellschaft und Bildung beinhaltet den folgenden Ausbildungsteil:

 

Gesundheitsförderung

Im Bereich Gesundheitsförderung sollen die Studierenden die breite Themenpalette kennen lernen. Sie werden für diverse, in der Praxis auftretende Situationen sensibilisiert und sollen bewusst in solchen Situationen auch handeln können. Zudem kennen sie als zukünftige Lehrpersonen die Möglichkeiten der Prävention.

Die gesundheitsfördernde Grundhaltung der Studierenden zeigt sich im Umgang mit sich selbst, mit dem Lehrerkollegium, mit den Kindern und deren Eltern.

Die Themen sind vielfältig: Sexualpädagogik, Aidsprävention, Ernährung, Bewegung, Entspannung, Stressmanagement, Unfallprävention, Auseinandersetzung mit Suchtverhalten.

Im Zentrum steht die kompakte Vermittlung von Fachwissen mit Hinweisen auf weiterführende Literatur und Informationsquellen. Dies ist die Basis für Selbstreflexion und Erweiterung des eigenen Blickwinkels.

Leitung und Dozentinnen

Anita Bisig und Bettina Looser

Der Bereich Gesundheitsförderung beinhaltet den folgenden Ausbildungsteil:

 

Recht

Die Studierenden sollen die Schule als Teil eines gesellschaftlichen Systems wahrnehmen. Sie lernen die Bestimmungen in Rechtsbereichen der Schule und aus deren Umfeld kennen.

Insbesondere machen sich die Studierenden vertraut mit

  • den Institutionen im Umfeld der Schule.
  • den Rechtsgrundlagen der Schaffhauser Volksschule.
  • den Grundsätzen für staatliches Handeln.
  • dem Volksschulsystem (Schwerpunkt Kanton Schaffhausen).
  • der Rechtsstellung der Lehrpersonen in der Volksschule.
  • den Rechtsmittelwegen im Schulwesen des Kantons Schaffhausen.
  • der Rechtsstellung des Kindes in der Volksschule.
  • der Rechtsstellung der Eltern eines Schulkindes.
  • dem Kindesrecht.
  • dem Personen- und Vormundschaftsrecht.
  • dem Kindes- und Jugendstrafrecht.

Im Weiteren erwerben die Studierenden auch die Kompetenz zur Bewältigung rechtlicher Fragestellungen im Berufsalltag.

Diese sind angesiedelt

  • im Personalrecht.
  • in der Verantwortlichkeit von Lehrpersonen.
  • im Privatschulwesen.
  • im Bereich des Schulkinds geschiedener Eltern und von Konkubinatspaaren.
  • im Bereich des missbrauchten Kindes bzw. des Strafrechts.
  • im Bereich allltäglicher Rechtsfragen für Lehrpersonen (Mietrecht, Sozialversicherungsrecht, Altersvorsorge u. a. m.).

Leitung und Dozentin

Dr. Michèle Hubmann Trächsel

Der Bereich Recht beinhaltet den folgenden Ausbildungsteil:

 

Turning Point

Zu Beginn des Winterzwischensemesters findet für die Studierenden des letzten Studienjahres eine Veranstaltung statt, die als Turning Point bezeichnet wird. Die Veranstaltung markiert den Beginn des letzten Abschnitts des Studiums und nimmt die Perspektive Berufseinstieg in den Fokus. In diesem Sinne ist es ein Wendepunkt mit dem Blick zurück auf gewonnene Stärken und noch zu bearbeitenden Unsicherheiten hin auf die Anforderungen der Berufspraxis.

Im Rahmen der Veranstaltung erarbeiten die Studierenden ihre persönlichen Ziele für das Lernvikariat und sie beteiligen sich an der Planung des Abschlussmoduls BFK.

 

Zwischenprüfung und Diplomprüfung Bildung und Erziehung

Zwischenprüfung

Am Ende des zweiten Semesters findet in Bildung und Erziehung eine Zwischenprüfung statt. Es werden die Inhalte der Module Lernen und Entwicklung, Kommunikation und Klassenführung geprüft.

Diplomprüfung

Am Ende des Studiums findet die Diplomprüfung statt. Dabei beweisen die Studierenden, dass sie Theorien und Modelle aus dem Bereich Bildung und Erziehung kennen, erläutern und mit Beispielen aus der Praxis verbinden können.

Kontakt

Thomas Meinen

+41 43 305 49 01

thomas.meinen@phsh.ch

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